Software für die Qualitätssicherung in der Kinder- und Jugendpsychiatrie

Einführung

 

Seit 1993 entwickelt die Kommission Qualitätssicherung im Auftrag der drei Fachverbände für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie Richtlinien und Maßnahmen zur Etablierung von Qualitätsstandards.

 

Es existieren bereits verschiedene Kriterienkataloge (Versionen) zur wissenschaftlich fundierten Basisdokumentation BADO in der Kinder- und Jugendpsychiatrie, die breite Einführung und Anwendung der BADO, sowohl in Kliniken als auch bei niedergelassenen Kollegen, scheiterte jedoch bislang zum einen an unterschiedlichen Bedürfnissen bezüglich der Ausführlichkeit der Dokumentation, zum anderen an Problemen mit der Eingabe und Auswertung der Daten, da keine professionellen und benutzerfreundlichen Computerprogramme dazu existierten.

 

Laut Gesetzeslage werden zukünftig aber alle Erbringer von Versorgungsleistungen, auch Praxen, zu Dokumentation und Maßnahmen zur Qualitätssicherung verpflichtet sein. Zudem ist eine fundierte Evaluation und gemeinsame Verlaufsforschung insbesondere im Licht der Debatte zu einer bevorstehenden Fall-Pauschalierung auch im psychiatrischen Bereich von großer Relevanz (nach der Einführung der DRG in den anderen klinischen Bereichen), um mit realistischen Verlaufsdaten die politische Diskussion führen zu können.

 

Daher veranstaltete die Kommission Qualitätssicherung einen Workshop zu dieser Problematik, bei dem alle potentiellen Anwendergruppen vertreten waren. Das Ergebnis war zum einen der Beschluss, eine Software professionell programmieren zu lassen, die nun mit KJP-Bado vorliegt. Zum anderen wurden die Anforderungen an eine solche Software gemeinschaftlich definiert, die von Bado-KJP vollständig erfüllt werden:

  • Zusammenführung der verschiedenen existierenden BADO-Versionen und Abbildung einer Minimal-Version für den ambulanten und stationären Bereich 
  • Benutzerfreundliche Eingabe der BADO-Daten 
  • Sichere Eingabe und Verwaltung der BADO-Daten 
  • Inhaltliche Erweiterbarkeit 
  • Direkte und einfache Möglichkeiten der Nutzung und Auswertung der eigenen BADO-Daten 
  • Einfacher Export der BADO-Daten zu wissenschaftlichen Zwecken unter Einhaltung der Datenschutzrichtlinien 
  • Integrierbarkeit in bestehende Patientenverwaltungssysteme und Arbeitsabläufe
  • Möglichst „schlanke“ und preisgünstige Umsetzung